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Wie funktioniert BARF?

Die gute Nachricht: Um zu barfen, müssen Sie keine Kuh zerlegen.

Der Grundgedanke von BARF ist, Hunde und Katzen möglichst natürlich zu ernähren. Natürlich heißt in diesem Fall so, wie die Natur es ursprünglich vorgesehen hat. Hunde (canidae) und Katzen (felidae) gehören zur Ordnung der Raubtiere und sind Karnivore. Sprich: Fleischfresser.

Wer sein Tier barft, baut ein Beutetier nach. Mit all seinen Komponenten: Muskelfleisch, Innereien, Mageninhalt, Pansen, Knochen, usw.

Abwechslung ist wichtig. In Muskelfleisch sind andere Nährstoffe enthalten als im Pansen, Knochen bieten Kalzium, Innereien Eisen und Proteine. Wer seinem Vierbeiner eine ausgewogene Mischung bietet, sorgt damit für eine ideale Nährstoffversorgung.

Einige Nährstoffe, besonders Vitamine im Gemüse, lösen sich nur durch die Beigabe von Ölen. Das im Haushalt gebräuchliche Olivenöl ist dafür weniger geeignet. Besser sind hochwertiges Hanf- oder Lachsöl. Und ja, auch Fleischfresser knuspern gerne mal Gemüse. In freier Wildbahn nehmen Wölfe über den Mageninhalt ihrer pflanzenfressenden Beutetiere (z.B. Rehe) auch Obst, Gemüse und Kräuter auf.

Was kommt in den Napf? Und vor allem – wie viel?

Es gibt kein pauschales Rezept, das auf alle Tiere passt. Aber BARF funktioniert immer nach demselben Muster. Die Futtermenge wird an Alter und Gewicht des Tieres festgemacht. Dafür wird einmal die Futtermenge ausgerechnet, später nur noch nachjustiert. Vergessen Sie nicht, Ihre Tier in regelmäßigen Abständen zu wiegen.

Während Hunde pro Tag ca. 2% ihres Körpergewichts Futter zu sich nehmen, sind es bei Katzen 3%.

Heinz und Lui helfen Ihnen gerne, die Portionen sinnvoll zusammenzustellen.

Welche Vorteile bietet BARF konkret?

  • Sie bestimmen selbst, was in den Napf kommt.
  • Hund und Katz bekommen das, worauf ihr Verdauungsystem ausgelegt ist.
  • BARF enthält keine Zusatzstoffe und ist daher ideal für allergische Tiere geeignet.
  • Weniger Zahnstein (und folglich Mundgeruch), da BARF per se weder Stärke noch Zucker enthält, die die Zähne angreifen.
  • Gesundes, glänzendes Fell.
  • Knochen und Gelenke bleiben fit und beweglich.

Kurz: In ihrem tierischen Freund läuft alles wie geschmiert!

Ist das nicht furchtbar kompliziert und aufwändig?

Überhaupt nicht. Wer eine Dose öffnen kann, kriegt mit ein bisschen Geduld und Wissen auch BARF in den Griff.

Leider ist das Internet voll von BARF-Aposteln aller Art. Da bekriegen sich „Hardcore-Barfer“ mit „Teil-Barfern“ und solchen, die aus Überzeugung nur Huhn füttern. Andere wiegen Vitamine und Mineralstoffe in Mikrogramm ab und legen strikte Futterpläne fest. Wer sich mit BARF noch nie beschäftigt hat, verliert schnell den Mut. Wer steigt da noch durch?

Nur nicht verrückt machen lassen! Wer barfen will, braucht kein Chemielabor und auch keine Ausbildung zum Ernährungsberater. Es ist aber wichtig, sich klar zu machen wie BARF funktioniert und herauszufinden, was Ihr Tier braucht. Hunde wie Katzen durchlaufen in ihrem Leben verschiedene Phasen, in denen sie ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Und was stimmt nicht mit Fertigfutter?

Fertigfutter ist nicht gleich Fertigfutter. Es gibt in Zusammensetzung und Zubereitung gravierende Unterschiede. Die meisten schlagen sich im Preis nieder. Und noch einmal: Fertigfutter ist nicht per se schlecht. Doch wer im Supermarkt zur billigsten Dose greift, darf kein feinstes Fleisch erwarten.

Die meisten günstigen Fertigfutter bestehen zum größten Teil aus Getreide, Kartoffeln oder Reis. Kein Wunder, denn das ist im Einkauf deutlich günstiger als Fleisch. Damit können aber weder Hunde noch Katzen aufgrund ihres verkürzten Darms kaum was anfangen. Die Masse an Kohlenhydraten dient nur einem Zweck: das Tier zu sättigen. Der wichtige Fleischanteil ist oft verschwindend gering. Das führt auf lange Sicht häufig zu gesundheitlichen Problemen.

Ein bekanntes Beispiel sind die verstopften Analdrüsen bei Hunden. Betroffene Tiere rutschen auf ihrem Hintern über den Boden (sog. „Schlittenfahren“). Die Drüsen müssen meist vom Tierarzt entleert werden. Dabei lässt sich das Problem einfach beheben, wenn dem Hund Knochen beigefüttert werden. Knochen verfestigen den Stuhl. Durch den härteren Kot entsteht ein höherer Druck auf die Drüsen, die sie sich beim „großen Geschäft“ von ganz alleine entleeren.