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Fragen & Antworten

Ist BARF nicht furchtbar kompliziert?

Wenn man sich einmal intensiv damit auseinandergesetzt hat, nein. Aber es bedarf definitiv einer Eingewöhnungszeit, bis Futterberechnung und Zubereitung in Fleisch und Blut übergegangen sind. Danach ist es allerdings ein Kinderspiel und nicht wirklich aufwändiger, als eine Dose zu öffnen. Ihr tierischer Freund wird es Ihnen dagegen jeden Tag aufs Neue danken. Denn Abwechslung und frische Zutaten im Napf schmecken nicht nur, sondern tragen auch zur Gesundheit bei.

Wie gewöhne ich mein Tier an rohes Fleisch?

Während sich manche Tiere mit Heißhunger auf die rohe Mahlzeit stürzen, reagieren andere erst einmal zögerlich oder verweigern das Futter ganz. Um die Umstellung möglichst stressfrei zu gestalten und Ihren Vierbeiner langsam an seine neue Kost heranzuführen, empfiehlt es sich, zunächst eine geringe Menge Rohfleisch unter das gewohnte Futter zu mischen. Nach und nach können immer größere Anteile durch Rohfutter ersetzt werden. Das erfordert Geduld und eine gewisse Konsequenz des Halters. Besonders wenn Ihr Tier Futter mit starken Aromen gewohnt war, muss es den natürlichen Geschmack erst kennenlernen. Da BARF jedoch nicht nur gesund sondern schlicht die natürlichste Form der Ernährung für Fleischfresser ist, kommen die meisten Hunde und Katzen sehr schnell auf den Geschmack.

Wie kaufe ich richtig ein?

Wer neu in das Thema Rohfleischfütterung einsteigt, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Das macht vieles leichter und hilft, sich angesichts der großen Auswahl an Fleischsorten zurecht zu finden. Keine Sorge, Sie müssen kein ganzes Rind kaufen, um den Ansprüchen Ihrer Fellnase gerecht zu werden. Innereien, Muskelfleisch, Pansen und Co. gibt es in handlichen Packungen (tiefgefroren) oder frisch aus unserer Kühltheke. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Ihr Tier z.B. kein Wildfleisch mag. Kein Hund und keine Katze braucht das volle Sortiment vom Huhn über Rind bis zur Ziege, um sich ausgewogen zu ernähren. Wer einmal die geschmacklichen Vorlieben seines tierischen Freundes herausgefunden hat und die benötigte Futtermenge kennt, shoppt bald so entspannt wie beim Wocheneinkauf im Supermarkt.

Wie bewahre ich das Futter richtig auf?

Frisches Fleisch hält sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Tage. Dabei sollte man jedoch darauf achten das Fleisch nicht in luftdicht verschlossenen Plastikdosen zu lagern. Ohne Luftzufuhr kann sich im Fleisch ein gefährliches Gift bilden. Frischfleisch daher am besten immer in Keramik- oder Glasgefäßen aufbewahren, die sich mit einem lockeren Deckel oder einem Teller abdecken lassen. Und keine Sorge, wenn das Fleisch ein wenig „angegangen“ riecht – Hunde bevorzugen häufig älteres Fleisch (der Wolf ist auch ein Aasfresser). Nur verdorben darf es nicht sein. Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne! Verdorbenes Fleisch riecht auch wirklich verdorben. Alternativ lässt sich das Rohfleisch hervorragend in kleinen Rationen einfrieren. Über Nacht einfach auf einem Teller oder im Kühlschrank auftauen lassen. Auch püriertes Obst und Gemüse lässt sich in kleinen Portionen einfrieren und im Gefrierbeutel lagern.

Wie berechne ich die richtige Futtermenge?

Wie der Mensch hat auch jedes Tier einen anderen Bedarf an Futter. Wie viel Futter ihr Tier braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der Regel benötigt ein erwachsener Hund 2%, eine erwachsene Katze ca. 3% ihres Körpergewichts Futter pro Tag. Je nachdem wie aktiv ihr Tier ist und wie oft es frisst, kann die Menge jedoch abweichen. Welpen, bzw. Kätzchen, trächtige oder alte und daher weniger aktive Tiere haben andere Bedürfnisse. Hat Ihr Tier Allergien oder leidet unter einer Krankheit, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen. In der Regel eignet sich die Rohfleischfütterung jedoch für alle Tiere und kann sogar zu einer Verbesserung vieler Beschwerden führen. Insbesondere bei Pankreatitis und Einschränkungen im Bewegungsapparat wird immer wieder von sehr guten Erfolgen nach der Futterumstellung berichtet.

Kriegt mein Tier alles, was es braucht?

Anders als die Fertigfutter-Industrie hat die Rohfleischfütterung nicht den Anspruch, mit jeder Mahlzeit alle Nährstoffe abdecken zu wollen. Wer dieses Ziel verfolgt, hat es mit BARF tatsächlich schwer, denn dazu müssten Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und vieles mehr genauestens abgewogen werden. Das ist weder praktikabel noch notwendig. Kein Mensch ernährt sich so. Solange die Nährstoffversorgung über den Zeitraum einer Woche abgedeckt ist, ist das vollkommen ausreichend. Um dies sicherzustellen, kann am Anfang ein Futterplan hilfreich sein.

Mein Tier hat Allergien. Kann ich es trotzdem BARFen?

Gerade Tiere mit Allergien profitieren von der Rohfleischfütterung. Weil Sie selbst bestimmen, was in den Napf kommt und keine künstlichen Zusatzstoffe mitverfüttern, die häufig Ursache für Allergien sind.

Ich bin berufstätig. Wie integriere ich BARF in meinen Alltag?

BARF erscheint am Anfang oft aufwändig. Doch wie so vieles, ist auch die Rohfleischfütterung nur eine Frage der Organisation und der Übung. Wer gefrorenes Fleisch über Nacht auftauen lässt und Obst und Gemüse vorportioniert, hat nicht viel mehr Handgriffe als beim Öffnen einer Dose. Auch das zeitraubende Abwiegen kann umgangen werden, wenn das Futter portionsgerecht eingefroren oder aufbewahrt wird. Nach einiger Zeit können Sie sich meist auf Ihr Augenmaß verlassen und den Umfang der Portion anhand des Löffels abschätzen.

Mein Tier verweigert das Futter. Was nun?

Nicht alle Tiere springen sofort auf Rohfleisch an. Und selbst von Kindertagen an gebarfte Haustiere durchleben Phasen in denen sie mäkelig sind und das Futter nicht schmeckt. Das ist in der Regel ganz normal und erst einmal kein Grund zur Sorge. Ist Ihr Tier noch nicht an Rohfleisch gewöhnt, sollten Sie es langsam an sein neues Futter heranführen. Kennt Ihr tierischer Freund BARF bereits und weigert sich trotzdem, hilft es häufig, die Fütterungszeit einzugrenzen. Lassen Sie das Futter ca. 10-15 Minuten stehen. Wird es nicht angerührt, stellen Sie es zurück in den Kühlschrank. Nach ein paar Stunden oder zur nächsten Fütterungszeit bieten Sie das Futter erneut an. Ersetzen Sie das Futter nicht durch etwas anderes, sonst lernt Ihr Tier daraus nur, dass es sich lohnt das Futter zu verweigern – und sie bereiten unter Umständen bald mehrere Mahlzeiten am Tag zu. Auch hier ist wieder Konsequenz vom Halter gefragt. Es ist nicht leicht, den traurigen Augen zu widerstehen. Trotzdem sollten Sie keine Leckerchen füttern, da Sie Ihren Liebling für solches Verhalten nicht belohnen und natürlich auch nicht mit Leckerchen sattfüttern sollen. Verweigert Ihr Tier über einen längeren Zeitraum die Nahrung, sollten Sie unbedingt Ihren Tierarzt aufsuchen.